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Kunst am Bau als Prozess

Im übertragbaren Modellversuchs Schulkunst planen Kinder und Jugendliche architektonische und strukturelle Lösungen bis zu deren Umsetzung mit.

Kunst am Bau, als Prozess verstanden, ermöglicht es Bauprozesse künstlerisch begleiten zu lassen. Kunst und insbesondere die Kunst der Gegenwart beschäftigt sich mit dem Öffnen von Raum.

An Schulen stehen Neubauten und Sanierungen an. Inklusion ist gefordert. Es entsteht neuer und anderer Raumbedarf. Kinder und Jugendliche ernsthaft einzubeziehen ist eine gesellschaftliche Chance. Künstler/innen initiieren diese Prozesse und begleiten sie bis zu einem ästhetisch fassbaren Abschluss. Es entsteht eine vertiefte Identität, die sich in der Qualität des gebauten physischen Raums spiegelt.

Das Referenzprojekt des Modellversuchs wurde im September 2013 für seinen Prozess und sein Ergebnis mit dem Schulbaupreis NRW ausgezeichnet.

Die Ergebnisse des Modellversuchs Schulkunst 2009 bis 2012 finden Sie in der Publikation "Was Kunst Kann - Kunst am Bau als Prozess und als Katalysator für Schulentwicklung", Beltz, 2015

Unter "aktuelles" können Sie sich einen Überblick über die aktuellen Aktivitäten verschaffen. Im Beiratsblog und unter den Rubriken Fachtag Schulkunst und Beiratsprotokolle finden Sie Reflexionen zum Projekt.

Die Terrasse an der Alfred-Herrhausen-Schule

Arm oder Reich?
Ein Café am Wittenberger Weg

Mit den Mitteln zeitgenössischer Kunst schaffen Kinder und Jugendliche einer Förderschule neue Perspektiven für sich und die Menschen in einem städtebaulich isolierten Viertel im Düsseldorfer Süden. Kern des Projektes ist eine Idee der Jugendlichen: Im Viertel am Wittenberger Weg, ein Café zu planen, zu bauen und zu betreiben. Die Kinder und Jugendlichen möchten einen Ort schaffen, an dem die Menschen des Viertels und der Umgebung gerne zusammenkommen: Ein offener Ort, an dem die Qualitäten der Menschen und ihre Geschichten sichtbar werden.

Lehmbankbau als Techniktest 11. Juni 2015


Das Projekt beginnt mit den Kindern und Jugendlichen und lädt auf diesem Weg die Familien und die weiteren Anwohner mit ein. Kern ist der Gedanke einer multiplen Autorenschaft. Zu den Projektautoren zählen neben den Kindern und Jugendlichen, weitere Anwohner, Mitarbeiter der angrenzenden Betriebe, die begleitenden Künstler und Studierende. Der Blick des Anderen hilft, die eigenen Fähigkeiten jeweils klarer zu erkennen.

Den Betrieben fehlen Kantinen oder ein Mittagstisch.

Die Jugendlichen der Förderschule haben bereits Erfahrung mit Kochen und Catering. Auf dieser Kultur wird aufgebaut. Gemeinsam wird ein Ort geschaffen, an dem man gerne zusammen ist, manchmal isst, wo man Gastfreundschaft pflegen und Ängste abbauen kann. Ein Ort der eine Perspektive bietet.

 

Das "Straßencafé" von Kevin und Marc.

Es wurde am 19.05.2014 zur Probe aufgebaut. Mehr zu diesem Projekt erfahren Sie unter "Arm oder Reich?", "Ideen sammeln", "Zusammenarbeit". Seit Anfang 2015 ist der Bauplatz entschieden. Der Trailer vermittelt die Atmosphäre, unter "Bauen" können Sie den Fortschritt verfolgen. Der Bauantrag ist gestellt.

Unterwasserwelt der Klasse Herwig. Foto Markus Schmid

In der Zeit in der wir auf den Baubeginn warten konzipieren wir Oberflächen. Eine Unterwasserwelt und andere Welten für den Sanitär- und Küchenbereich und Schindeln für die Fassade.